4. Luftdichtheitskonzept & Differenzdruckmessung (n50 <= 0,60 h⁻¹]
Eine lückenlos dichte Gebäudehülle ist das Fundament jedes Passivhauses. Unkontrollierte Fugenlüftung führt nicht nur zu massiven Wärmeverlusten, sondern birgt akute Bauschadensrisiken: Feuchtwarme Raumluft kühlt beim Durchströmen der Wand ab und kondensiert im Bauteilinneren.
Die Rotstift-Regel & Intelligente Dampfbremsen
Die luftdichte Ebene wird in den Detailplänen als durchgehende, unverletzte "rote Linie" von der Bodenplatte bis zum Dachfirst geplant:
- Feuchtevariable Dampfbremsbahn: pro clima INTELLO PLUS passt ihren Diffusionswiderstand dem Feuchtegehalt der Luft an. Im Winter schützt sie das Bauteil mit hohem Sd-Wert (25 m] vor Feuchteeintrag; im Sommer sinkt der Sd-Wert auf 0,25 m für maximale Rücktrocknung nach innen.
- Geprüfte System-Klebebänder: Überlappungen und Stöße werden mit weichmacherfreien Reinacrylat-Klebebändern (TESCON VANA] verklebt, deren 50-jährige Alterungsbeständigkeit nach DIN 4108-11 zertifiziert ist.
- System-Dichtmanschetten: Leitungen und Rohre werden mit dauerelastischen EPDM-Manschetten an die Dampfbremse luftdicht angeschlossen.
Zweistufiges Blower-Door-Messverfahren (DIN EN ISO 9972]
Stufe 1 (baubegleitend] findet vor der Montage der Gipskartonplatten statt, um Leckagen mittels Nebelgenerator sofort lokalisieren zu können. Stufe 2 ist die amtliche Schlussmessung. SerVilla Passivhäuser erreichen verlässlich n50-Werte unter 0,60 h⁻¹ (im Schnitt 0,35 h⁻¹] bei 50 Pa Prüfdruck.